Bei der Para-Weltmeisterschaft, die in St. Petersburg ausgetragen wurde, ging der Nürnberger Hasim Celik für das türkische Nationalteam an den Start. Zwei Tage vor dem Turnierbeginn wurde der Nürnberger mit seinen Handicaps von einer Klassifizierer-Kommission der Handicap-Klasse A567 – eine Zusammenlegung der Handicap-Klassen 5, 6 und 7 – zugeordnet.
In dieser Klasse gewann der Nürnberger in der Gewichtsklasse bis 68 kg zunächst sein Viertelfinale gegen Aserbeidschan, anschließend das Halbfinale gegen Kenia und zu guter Letzt auch das Finale gegen Russland – der ihm den Para-Weltmeistertitel sicherte.
Nach dem Finale erklärten ihm seine Konkurrenten, dass er die Goldmedaille und den Titel eigentlich unfair erreicht hätte, da sie ohne Arme kämpfen würden und er – also Hasim Celik – lediglich ein Handicap an den Fingern hätte. Daraufhin erklärte Hasim Celik der Wettkampfleitung, dass er auf seinen neu erworbenen Weltmeistertitel verzichten würde.
Nach dem Medaillenverzicht wurde Hasim Celik von der Klassifizier-Kommission erneut untersucht und der Handicap-Klasse A8 zugeteilt. Dort ging der Nürnberger in der mit 13 Teilnehmern besetzten 68-kg-Klasse noch einmal an den Start. Hasim Celik unterlag im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Huseyn Hasanov (Aserbeidschan) ganz knapp mit 6 zu 7 Punkten – seinen Angaben nach, weil ihm für einen Dwit-chagi der Zusatzpunkt verwehrt wurde.
Über den Alleingang von Hasim Celik war der türkische Präsident überhaupt nicht begeistert. Durch den Verzicht auf die Goldmedaille rutschte die Türkei vom Spitzenplatz auf Platz zwei.





