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Peter Bolz

Vom 26. bis 30. August 2026 wurde in Taiyuan/China die World Taekwondo Women’s Open Championships ausgetragen. Bei dem zum dritten Mal vom Weltverband als G4-Turnier ausgerichteten Frauen-Weltturnier gingen in den acht Gewichtsklassen insgesamt 391 Wettkämpferinnen an den Start.

Laut eigenem Statement des Weltverbands wurden die Women’s Open Championships im Jahr 2021 ins Leben gerufen, um „Athletinnen zu stärken, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern und Frauen in unserem Sport eine erstklassige internationale Bühne zu bieten.“

Die DTU ging in der 5,3 Millionen Einwohner Metropole Taiyuan mit einem 7-köpfigen Damenteam an den Start, sechs davon aus bayerischen Vereinen. Betreut wurde das Team von Damen-Bundestrainer Max Carter, der von Stützpunkttrainer Bernhard Bruckbauer und Assistenz-Bundestrainer Dong-Eon Lee unterstützt wurde.

In der mit 43 Teilnehmerinnen besetzten Damenklasse bis 49 kg gewann die an Nummer 4 gesetzte Supharada „Anya“ Atesli (Nürnberg) in zwei Runden gegen Irina Rogozina aus Russland. Im Achtelfinale unterlag die Nürnbergerin gegen Xiaolu Fu, die amtierende WM-Dritte aus China, die am Schluss die Goldmedaille gewann.

In der Klasse bis 53 kg, in der ebenfalls 43 Teilnehmerinnen an den Start gingen, verlor Adiba Asimi (TSV 1865 Dachau) ihren Auftaktkampf in zwei Runden gegen Zixusan Liu, der amtierenden Jugend-Weltmeisterin aus China.  Die Chinesin gewann am Ende die Bronzemedaille.

In der mit 48 Teilnehmerinnen am stärksten besetzte Klasse bsi 57 kg verlor Anastasia Rovithis (Kampfkunstschule Rovithis Weingarten) nach zwei Runden ihren ersten Kampf gegen Mariya Sevostyanova aus Kasachstan.

Die in der Damenklasse bis 67 kg an Nummer 1 gesetzte Vanessa Körndl (TV Altmannstein) gewann ihren ersten Kampf gegen Sabina Omarova aus Russland nach zwei Runden. Im Achtelfinale musste sie dann aber eine Zwei-Runden-Niederlage gegen Doris Pole aus Kroatien akzeptieren.

In der mit 35 Teilnehmerinnen besetzten Damenklasse bis 73 kg gingen mit Alema Hadzic (Taekwondo Özer Nürnberg) und Emily Hörmann (SV Raisting) gleich zwei Wettkämpferinnen aus bayerischen Vereinen auf die Kampffläche.

Die Nürnbergerin Alema Hadzic verlor ihren ersten Kampf mit zwei Runden gegen Valeriia Skaprovska, die in den letzten Jahren für die Ukraine an den Start ging und in China für Russland gemeldet wurde.

Auf der Nachbarfläche unterlag Emily Hörmann bei ihren Auftaktkampf gegen Ruby Mackay aus Großbritannien mit 2 zu 1 Runden.

In der mit 35 Teilnehmerinnen besetzten Klasse über 73 kg stellte die an Nummer 2 gesetzte Lorena Brandl (TV Altmannstein) ihre derzeit bestechende Form unter Beweis. Zunächst bezwang sie Kristina Levicheva aus Russland in zwei Runden. Das Achtelfinale gegen Nafia Kus Aydin, der zweifachen Weltmeisterin aus der Türkei, gewann die Deutsche ebenfalls mit zwei Runden. Im Viertelfinale ließ sie Svetlana Saidova (ehemals Svetlana Osipova), der Olympia-Zweiten, Weltmeisterin und zweifachen Vizeweltmeisterin aus Usbekistan, keine Chance und gewann mit zwei Runden. Erst im Halbfinale musste Lorena Brandl eine 1-zu-2-Niederlage gegen Lauren Williams, der olympischen Silbermedaillengewinnerin aus Großbritannien, akzeptieren.  Herzlichen Glückwunsch zur Bronzemedaille!

Text: Peter Bolz
Foto: DTU, WT