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Peter Bolz

Am 25. Mai 1975 wurde die Europäische Taekwondo Union (ETU) in Essen offiziell gegründet. Von den Gründungsmitgliedern (Dänemark, Holland, Österreich, Türkei und Deutschland) wurde Heinz Marx (Deutschland) einstimmig zum Präsident gewählt.

Von der neu gegründeten ETU wurden die nächsten zwei Europameisterschaften vergeben, und zwar 1976 an den Ausrichter Deutschland und 1978 an Österreich.

Offensichtlich war der selbstbewusst auftretende Heinz Marx beim Weltverband nicht sonderlich beliebt. Die Folge war, dass der Weltverband den ordnungsgemäß gegründeten europäischen Verband nicht anerkannte. Der Weltverband hatte allerdings das Problem, dass die ETU offiziell korrekt gegründet und eingetragen wurde.

Um neue Tatsachen zu schaffen, schrieb der Weltverband ebenfalls eine Europameisterschaft aus. Die Ausrichtung wurde an Spanien vergeben und der Termin in Barcelona auf eine Woche vor der in Deutschland geplanten Europameisterschaft 1976 gelegt. Gleichzeitig regte der Weltverband die Gründung einer „neuen“ Europäischen Taekwondo Union in Spanien an.

Um den Zerfall des europäischen Taekwondo zu vermeiden, empfahl die bereits gegründete ETU seinen Mitgliedern, nach Spanien zu reisen und dort bei der zum ersten Mal ausgetragenen Europameisterschaft an den Start zu gehen.

Am 21. Mail 1976 wurde die Europäische Taekwondo Union (ET) zum zweiten Mal gegründet. Zum Präsident wurde der Spanier Antonio Garcia de la Fuente gewählt.

Antonio Garcia de la Fuente dürfte ein enger Vertrauter von WTF-Präsident Dr. Un-Yong Kim gewesen sein. Denn bei der Gründung der WTF  im Mai 1973 ernannte Dr. Kim den Spanier zum Council Member.