Nachdem der Erfolg bei der Europameisterschaft 1988 deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, kündigte die DTU die Verträge der drei Bundestrainer Dr. Dirk Jung, Josef Wagner und In-Shik Shin.
Am 15. Juni 1988 wurde der ehemalige Bundestrainer Soo-Nam Park – nach dessen Zusage – von der DTU erneut zum Herren-Bundestrainer verpflichtet. Die Neuverpflichtung wurde dem deutschen Nationalkader bei einem drei Tage später angesetzten Lehrgang von DTU-Vizepräsident Joachim Hey mitgeteilt. Daraufhin berief Aktivensprecher Michael Arndt eine „Krisensitzung“ ein, bei er sich nahezu der komplette Kader gegen eine Neuverpflichtung aussprach.
Ein wesentlicher Kritikpunkt war, dass Dr. Dirk Jung als aktiver Bundestrainer den Nationalkader für die Olympischen Spiele 1988 nominiert hätte – was laut einem Nominierungsprotokoll offensichtlich nicht der Fall war. Als neu verpflichteter Bundestrainer bestand Soo-Nam Park aber darauf, dass vor einer von ihm bestätigten Nominierung in etlichen Klassen bei einem drei Wochen später angesetzten Lehrgang erst noch Nominierungskämpfe ausgetragen werden müssten.
Beim Nominierungslehrgang in München, der drei Wochen später stattfand, verweigerten nur noch einige „Hardliner“ die Nominierungskämpfe.
Der Nominierungslehrgang wurde für die Damen vom ebenfalls beurlaubten Bundestrainer Josef Wagner geleitet.




