Dr. Un Yong Kim, Gründungspräsident des World Taekwondo und ehemaliger Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), ist am 3. Oktober verstorben. Er wurde 86 Jahre alt.
1971 wurde Kim zum Präsidenten des Koreanischen Taekwondo-Verbandes gewählt. 1972 gründete er das Kukkiwon im Seouler Stadtteil Gangnam als zentrale Anlaufstelle für weltweites Taekwondo-Training und -Graduierung. 1973 wurde er Gründungspräsident der neu gegründeten World Taekwondo Federation (WTF). (Heute World Taekwondo, kurz WT.) Der Verband veranstaltete 1973 im Kukkiwon die ersten Taekwondo-Weltmeisterschaften.
Unter Kims Führung vereinheitlichte und systematisierte sich Taekwondo national; international gewann es an Bekanntheit. Taekwondo war eine Demonstrationssportart bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona – die Massendemonstration während der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 1988 in Seoul erlangte weltweit Kultstatus – und wurde 2000 in Sydney zu einer Programmsportart. Dort spielte Kim auch eine Schlüsselrolle bei der Organisation des gemeinsamen Einmarsches süd- und nordkoreanischer Athleten.
Neben seiner Rolle als Taekwondo-Funktionär war Kim Vorstandsmitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und Präsident der General Association of International Sports Federations (GAISF), des Koreanischen Nationalen Olympischen Komitees und Präsident des Organisationskomitees der Asienspiele 2002 in Pusan. Er war die bedeutendste Persönlichkeit im Sport.
Er hinterlässt seine Frau, seinen Sohn und zwei Töchter.
Die Trauerfeier für Dr. Un Yong Kim findet am 9. Oktober um 8:30 Uhr in Kukkiwon statt.
Quelle: World Taekwondo (WT)




