Leo Wagner (*1919 in München), CSU-Mitglied und wohnhaft in Günzburg, wurde am 28. Mai 1973 von Dr. Un-Yong Kim, dem neu gewählten Präsident der World Taekwondo Federation, zum WTF-Vizepräsident ernannt.
Leo Wagner war mit Franz Josef Strauß der Mitbegründer der CSU und von 1961 bis 1976 Bundestagsabgeordneter. Der „schöne Leo“, wie Leo Wagner auch genannt wurde, hielt sich viel im Nachleben auf und entspannte mit jungen Frauen und altem Champagner. Der aufwendige Lebenswandel hatte seinen Preis. Leo Wagner verwickelte sich in dubiose Geschäfte und Stasi-Kontakte.
Sein Enkel, der Filmemacher Benedikt Schwarzer arbeitete in einem Dokumentarfilm den damals größten politischen Skandal auf – die Affäre um das Konstruktive Misstrauensvotum 1972 gegen Willy Brandt und das Rätsel um die gekauften Stimmen. Angeblich hat Leo Wagner für seine Stimmenthaltung 50.000 Deutsche Mark von der Stasi erhalten.
Leo Wagner gründete 1966 gemeinsam mit Max Adenauer, dem Sohn des späteren Bundeskanzlers Konrad Adenauer, und Hermann Pfattheicher die Deutsch-Koreanische Gesellschaft.
Die wie auch immer gearteten Kontakte des Leo Wagner zum Taekwondo sind bislang nicht bekannt.



