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Peter Bolz

Mit großen Hoffnungen reiste das deutsche Nationalteam zur Weltmeisterschaft nach Athen/Griechenland. Während der WM lief es für die deutsche Mannschaft überhaupt nicht nach Wunsch. Aus der Sicht der Deutschen wurden viele ihrer Kämpfer benachteiligt. Viele vermuteten ein abgekartetes Spiel. Die besten Wettkämpfer sollten in den Vorkämpfen nach Punkten eliminiert werden, um dem koreanischen Kämpfern auf diese Weise die harten Gegner aus dem Weg zu räumen. Die Rede war von Betrug und kein Ende und dass die World Taekwondo Federation (WTF) eine mafiaähnliche Organisation mit einem Paten an der Spitze wäre.

Um ihrer angestauten Wut etwas Luft zu verschaffen, entwarf die deutsche Delegation unter der Leitung von Vizepräsident Edwin Ferger eine Protestnote. Bei der Abschlusszeremonie verließ das deutsche Team geschlossen die Veranstaltung und verteilte beim Verlassen der Halle die Protestnote an die Funktionäre des Weltverbandes.

Peter Linden, Journalist der Süddeutschen Zeitung, fasste den deutschen Ausmarsch für „Budo-International“ unter dem Titel „Eine Protestnote gegen die Ohnmacht“ zusammen.