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Peter Bolz

Am vergangenen Wochenende wurden in der Hans-Hocheder-Sporthalle in Schwabach die Deutsche Meisterschaft für die Kategorien der Kadetten und der Junioren ausgetragen. Die Gewichtsklassen der Kadetten mussten am Samstag auf die Kampffläche und die Junioren am Sonntag.

In der Sporthalle fanden die Wettkämpfe auf vier Kampfflächen statt. Gekämpft wurde mit den elektronischen Kampfwesten der Firma KP&P, alle Kämpfe wurden für eine Videoreplay aufgenommen.

Die Wettkämpfe selbst wurden unter der Leitung von der DTU-Kampfrichter-Referentin Thekla Oetjens-Breitenfeld und ihrem Kampfrichterteam routiniert und reibungslos durchgezogen. Unterstützt wurde das deutsche Team von Abdullah Ünlübay, der im Hintergrund als Mann für alle Fälle die KP&P-Techniker tatkräftig unterstützte. Das Turniermanagement lag auch dieses Mal in den bewährten Händen von Hamid Rahimi.

Für Aufregung sorgte eine Meldung im Internet. Demnach waren mehrere Kinder und Junioren nicht in der DTU-Datenbank angemeldet und wurden nicht als Teilnehmer zugelassen. Dass dabei viele Tränen flossen, kann sich jeder vorstellen. Wie sich herausstellte, gehörten diese Kinder und Junioren zu Vereinen, die in Nordrhein-Westfalen einen neuen Verband gegründet haben und deshalb aus der Datenbank gelöscht wurden. Der Präsident des neuen Verbandes und einige seiner Gefolgsleute hatten mehr Glück. Deren Mitglieder konnten in Schwabach an den Start gehen, weil sie schnell noch bei anderen Vereinen angemeldet wurden. Weshalb sie ihre Vereinsfreunde ins offene Messer laufen ließen, versteht keiner so richtig. Wie man weiß, geht nicht jeder Kapitän als Letzter von Bord. Ganz ehrlich, diese Kindertränen waren wirklich nicht nötig.

Insgesamt gingen in Schwabach 179 Teilnehmer aus ganz Deutschland an den Start, darunter auch fünfzig Wettkämpfer aus bayerischen Vereinen. Und die verkauften sich in Schwabach wirklich unglaublich gut. Mit 11 Goldmedaillen, 8 Silber- und 12 Bronzemedaillen traten sie am Samstagabend die Heimreise an.

Ansgesicht der enormen Medaillenausbeute war es auch kein Wunder, dass die BTU auch in diesem Jahr wieder den Siegerpokal für die Länderwertung überreicht bekam. Mit 102 Punkten konnten sich die Bayern an die Spitze setzen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

In der Vereinswertung gingen die ersten drei Plätze an bayerische Vereine. Den Pokal in der Vereinswertung gewann der TSV 1865 Dachau, der sich mit 20 Punkten an die Spitze setzen konnte. Der zweite Platz ging mit 19 Punkten an den KSC Leopard Nürnberg, dicht gefolgt von Tae-Kwon-Do Elite Nürnberg, die mit 17 Punkten auf den dritten Platz kamen.

Auch bei den Junioren (U-21), die am Sonntag an den Start gingen, stellten die bayerischen Teilnehmer ihr Können auf der Kampffläche unter Beweis. Sechs der möglichen 16 Goldmedaillen gingen am Ende an das bayerische Team.

In der Abrechnung für die Länderwertung standen die bayerischen Landestrainer wieder auf dem Siegertreppchen ganz oben und durften auch bei den Junioren den Pokal für die Länderwertung in Empfang nehmen. Die NWTU kam auf Platz zwei, gefolgt von dem Team aus Baden-Württemberg.

Der TSV 1865 Dachau bekam auch bei den Junioren den Pokal für die Vereinswertung überreicht. Auch der Taekwondo Özer Nürnberg hatte am Ende 18 Punkte auf dem Konto, da aber die Dachauer zwei Goldmedaillen gewonnen hatten und Nürnberger ein Mal Gold, stand der Taekwondo Özer Nürnberg auf dem Siegertreppchen auf Platz zwei. Der dritte Platz ging an mit 16 Punkten den TC Ingelheim.

Text und Fotos:
Peter Bolz